Kategorie: keine

um uncatogrized loszuwerden

der schlossgarten

 

oder: klein-schwetzingen und kein ende

es war einmal, da erschien den ratsherren einer südhessischen kleinstadt, manche von ihnen legen großen wert auf das attribut „mittelzentrum“, ein wichtel namens, naja, namen spielen keine rolle, nennen wir ihn mephisto, von der anderen seite des flusses und flüsterte ihnen ein: ich mach euch aus euerm verwilderten schlossgarten ein klein-schwetzingen, wie es die welt noch nicht gesehen hat. ihr müsst mir nur ein paar goldtaler aus eurer schatzkammer dafür geben.

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er hatte nämlich zeichnungen davon gefunden, wie der park 200 jahre früher einmal ausgesehen haben musste und wollte sich ein denkmal setzen lassen, indem er diesen park für viel geld wieder anlegen lassen wollte; er war vernarrt in schlossgärten des 18. jahrhunderts. dabei ignorierte er geflissentlich, dass der schlossgarten sich in diesen 200 jahren zum einen durch teilweise verwilderung und wachsen neuer bäume, mittlerweile alte stattliche buchen und platanen übrigens, und anderer nutzung weiter entwickelt hatte und andererseits durch bebauung von seinem ursprünglichen umfang nicht mehr so richtig viel übrig war. das scherte ihn aber alles nicht, er wollte sein denkmal und konnte die ratsherren überzeugen, ihm auf ihre kosten den gefallen zu tun. ob die bürger dieser kleinstadt, äh, mittelzentrum, dies auch so wollten, interessierte niemanden. ein ratsherr sagte in diesem zusammenhang den satz: „wir wollen keinen bürgerpark!“

kurze zeit später kamen jedoch ein paar zugezogene, die mit einem kleinen teil der ratsherren bekannt waren, zu der überzeugung, dass es nicht im sinne der bevölkerung sei, den gewachsenen park zu beseitigen, nur um mephisto ein denkmal zu setzen. besagte paar ratsherren rückten daraufhin von den plänen mephistos ab. auch andere bürger wollten diesen kahlschlag nicht und engagierten sich in einer bürgerinitative. dies beirrte den obersten ratsherrn und seine freunde jedoch nicht und er ließ, direkt am tag nach der ratsherrenwahl alle bäume, es waren über 20 sehr alte linden an der sogenannten schiefen gasse fällen. es war ein bild zum gotterbarmen. danach wurde die schiefe gasse mit neuen linden bepflanzt, die mit ihrem kastenschnitt und dem dadurch hervorgerufenen eindruck eines langen grünen flures auch 20 jahre später nur scheiße aussehen.

nächster ort des geschehens war der sogenannte rechteckteich, umstanden von ebenfalls alten linden und in etwas heruntergekommenem zustand. statt dieses ensemble herzurichten wurden jedoch auch diese linden gefällt und der teich komplett neu gebaut. der sieht wie ein vorklär- und belebungsbecken einer kläranlage aus, so wirkt er auch, allerdings ist keine kläranlage dahinter. leider hatten sich an einem bürgerentscheid über diesen neubau nicht genügend bürger beteiligt, so dass das votum gegen diesen neubau nicht wirksam war; vielen bürgern der kleinstadt, äh, mittelzentrum, ist der schlossgarten auch schlicht egal, was das werk mephistos natürlich vereinfacht.

neuestes werk mephistos ist die sogenannte längsallee, für die wieder einige alte bäume fallen und fast 50 neu gepflanzt werden sollen.

für eine allee, die von einem bach zum anderen führt, man könnte auch sagen, von nirgendwo nach nirgendwo, länge ungefähr 112 meter, kosten ungefähr 300.000 neue europäische taler, es kann auch ruhig etwas mehr sein.

y colorín colorado este cuento no se ha acabado.

dieburg, im jahre des herrn 2017

update juli 2020

nach der jordanbrücke nun der jordantunnel. ok, nicht jetzt, in zwei bis drei „menschengenerationen“. man muss nur alle fünf jahre ein paar triebe kürzen, aber über den nach außen zeigenden augen, damit das mit dem tunnel was wird. ist ja nicht viel aufwand.

fußgänger(bettel)ampeln

fußgänger(bettel)ampeln

mensch + fahrbahn

warum eigentlich nicht mal umgekehrt: dauergrün für fußgänger*innen und grünanforderung für fahrzeuge per induktionsschleife? mehr davon

neun reine fußgängerbettelampeln habe ich in dieburg gefunden und eine, bei der der drücktaster tagsüber weitgehend funktionslos ist (auf meine initiative hin vor ungefährt zehn jahren), da die grünphasen durch den fahrzeugverkehr gegeben sind. kreuzung minnefeld-darmstädter-fuchsberg-steinstr. in der karte sind die wartezeiten angegeben, jeweils beim ersten drücken nach längerer rotphase und bei wiederholtem drücken nach grünphase.

denkmalschutz – durchgeknallt

dagegen ist die bahnsteighalle in darmstadt mit ihren nieten- und kassettenimitaten ja noch fast rational. mehr davon

an dem teil in der spitalstraße / ecke minnefeld wurde zuerst im obergeschoss rumgewerkelt und balkenteile erneuert und verschraubt, kaschiert mit holzstopfen. dann wurde der südliche teil des fachwerks entfernt sowie alle decken. das ganze wurde abgefangen und darunter das komplette erdgeschoss inklusive fundamente abgetragen und mit hochlochziegeln erneuert (aber nicht etwa gemauert, sondern ganz modern verklebt) und deckenbalken eingezogen. danach den südlichen teil des fachwerks neu gebaut. dann hat man wohl gemerkt, dass der dachstuhl nicht mehr zu retten ist und hat ihn abgetragen. da ist jetzt eine neue zimmerei zu gange, die wohl den neuen dachstuhl bauen soll.

vom ursprünglichen gebäude werden, wenn das alles mal fertig ist, in baustoffmasse gemessen höchstens 5 % im neuen haus drin stecken, eine handvoll eichenbalken.

irre! ich glaub der denkmalschutz hat was gegen dieburg und will sich rächen. aber wofür?

kreisstadt dieburg

hawwewolle wollemer alles – kreishaus diebsüd-, awwer gebbe wollemer nix – kreisumlage etc. se hamms noch net kapiert, dass es seit 43 jahren keinen landkreis dieburg mehr gibt.

eine stimme in der svv: „natürlich gehört das kreishaus nach dibborsch!“ – hat wohl den schuss nicht gehört. und die lokalen revolverblätter, äh, qualitätsprintmedien dazu: „alle waren sich einig.“ nö. ich halte es nach wie vor für unfug.

dieburger gewässer

auf der ideenplattform gab es einen vorschlag stadt am fluss. ok, die gersprenz als fluss zu bezeichnen, auf die idee kann auch nur ein dieburger kommen, aber den vorschlag, die gewässer im innenstadtbereich für die bevölkerung zugänglicher zu machen, finde ich gut. wie sowas aussehen könnte, kann man bei der uni-mensa in marburg besichtigen. gut, die lahn ist ein fluss, wenn auch ein kleiner. mehr davon

die gersprenz selbst ist vielleicht nur im fechenbachpark genügend zugänglich, der herrngraben im bereich der stadthalle bietet sicher bessere möglichkeiten. die straße und der uferbereich müssen sowieso saniert werden, also sollte man die hässlichen parkplätze beseitigen und die straße zur spielstraße machen und den bereich um die haltestelle freundlicher gestalten. dabei könnte der uferbereich verbreitert und mit stufen abgeflacht werden.

im nachbardorf gibts sowas.

am wehr, das den herrngraben speist, müsste in trockenzeiten vielleicht etwas mehr wasser durchgelassen werden.

der erbsenbach gehört zum programm 100 wilde bäche für hessen, „Mit dem Programm „100 Wilde Bäche für Hessen“ wird diesen Gewässern wieder ein breites und unberührtes Ufer und ein natürliches Bachbett zurückgeben, wo das Wasser frei laufen kann.“ beim spielplatz in der verlängerten rheingaustraße könnte man noch was machen.

schöne alte eisenbahnbrücke, aber unterhalb davon bis zur mündung in den glaubersgraben ist der erbsenbach nur noch erbsenkanal.

beim landratsamt, wallgraben und wasserschloss.

crazy mary

Anfrage: Radverkehrssituation Marienstraße/Kapuzinerplatz

Für Radfahrer*innen, die von der Marienstraße kommen und in den Kreisel Kapuzinerplatz fahren wollen, stellt sich die Situation widersprüchlich dar.

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  1. Unmittelbar vor dem Platz stehen beidseitig Verkehrszeichen 267 (Einfahrt verboten). Um weiter zu kommen, müssen Radfahrer*innen hier also absteigen und das Rad am Schild vorbei schieben.
  2. Ungefähr 8 m weiter steht Verkehrszeichen 241, Getrennter Rad- und Gehweg; hier beginnt ein durch ein Fahrradsymbol gekennzeichneter Radweg. Radfahrer*innen dürfen also ab hier wieder fahren bzw. müssen diesen Weg statt der Fahrbahn benutzen.
  3. Weitere ungefähr 20 m weiter steht Verkehrszeichen 239, Gehweg, an einer Stelle, an der der Gehweg aufhört und in den Radweg übergeht, welcher am dortigen Füßgängerüberweg, Zeichen 350 aus Gegenrichtung, vorbei auf den Fußgängerüberweg in der Frankfurter Straße führt. Radfahrer*innen müssen hier also wieder absteigen. Da die Straße nicht als Einbahnstraße erkennbar ist, könnten sie hier also auf die Fahrbahn und in den Kreisel einfahren. So wie es innerhalb einer Minute zwei Autofahrer*innen getan haben, als unten stehende Aufnahmen gemacht wurden. Regelkonform könnten Radfahrer*innen nur in den Kreisel einfahren, indem sie das Rad über den Fußgängerüberweg Marienstraße zum Fußgängerüberweg Minnefeld schieben und dort in den Kreisel einfahren oder zum Fußgängerüberweg Frankfurter Straße schieben, diesen überqueren und von dort in den Kreisel einfahren.

Was gedenkt die Verwaltung zu tun, um diese für die „fahrradfreundlichste Stadt Hessens“ absolut unwürdige Situation aufzulösen?

Dieburg, 30.9.2019

Anfrage: Radverkehrssituation Marienstraße / Einfahrt Kreisel

crazy mary

Ich beziehe mich auf unsere Anfrage 2015_XVII_2393 Anfrage, TOP 12 und zitiere aus der Antwort.

Hier wurde bereits in der 37. KW [2015, Anm S.W.] das Zusatzzeichen 1022-10 StVO (Fahrrad frei) angebracht. Fahrradfahrer können nun also bis zum durch Zeichen 241-30 StVO (getrennter Rad- und Fußweg) ausgewiesenen Radweg fahren. Ab Zeichen 241-30 StVO besteht für Radfahrer die Benutzungspflicht für den Radweg.

Es ist korrekt, dass der Radweg an der beschrieben Stelle endet. Dies ist durch Zeichen 239 StVO (Gehweg) eindeutig geregelt. Diese Regelung war eine der Vorgaben durch Hessen Mobil, da es ausdrücklich nicht gewünscht ist, dass Verkehr aus der Marienstraße in den Kreisverkehr einfährt.

Daher wurde der Bereich baulich auch so geplant und gestaltet, dass nur eine Fahrbahn im Einbahnstraßenverkehr zur Verfügung steht.

Dem Radfahrer ist es an dieser Stelle ausdrücklich nicht gestattet die Fahrbahn zu benutzen, sonst müsste an dieser Stelle ebenfalls das Zusatzzeichen 1022-10 StVO unter Zeichen 239 StVO angebracht sein.

Diese letzte Aussage ist sicherlich falsch. Es wäre schon eine bizarre Logik, mit Zusatzzeichen 1022-10 unter Vz 239 die Benutzung der Fahrbahn freigeben zu wollen. Im Gegenteil, die Freigabe der Einfahrt für Radfahrer gilt bis zum Kreisel. Diese korrekte Interpretation konnte ich heute bei ortsfremden Radfahrer*innen beobachten. Zum Glück kam keiner entgegen. Erläuterungen.

Frage:
Was gedenkt die Verwaltung zu tun, um diese Situation unter Berücksichtigung der Belange der Fußgänger*innen fahrradfreundlicher zu gestalten?

Mir ist bewusst, dass diese Stelle schon von der Planung her vermurkst ist, was den Radverkehr anbelangt. Es wäre daher zu überlegen, bei allen Verkehrsplanungen eine/n Radverkehrsexpertin/en hinzuzuziehen, da der „normale“ Verkehrsplaner damit offensichtlich überfordert ist und der Umdenkprozess bei HessenautoMobil hin zur Radverkehrsförderung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, wie man auch an der zitierten Anforderung von HessenautoMobil sehen kann.

dieburg – stadt im grünen

innerstädtisches grün: eher fehlanzeige. bäume machen ja nur dreck und nehmen parkplätze weg (angeblicher „öffentlicher parkraum“, das muss man sich mal vorstellen!). so die meinung eines größeren teils der bevölkerung inklusive stadtverordnetenversammlung. die verwaltung scheint da in den letzten jahren schon etwas weiter zu sein. mehr davon

 

 

 

 

 

überhaupt frage ich mich, warum alle straßenerneuerungen der letzten jahrzehnte in dieburg so daneben gehen mussten. keine ahnung, warum.

ein lichtblick