Kategorie: keine

um uncatogrized loszuwerden

denkmalschutz ÔÇô durchgeknallt

dagegen ist die bahnsteighalle in darmstadt mit ihren nieten- und kassettenimitaten ja noch fast rational. mehr davon

an dem teil in der spitalstra├če / ecke minnefeld wurde zuerst im obergeschoss rumgewerkelt und balkenteile erneuert und verschraubt, kaschiert mit holzstopfen. dann wurde der s├╝dliche teil des fachwerks entfernt sowie alle decken. das ganze wurde abgefangen und darunter das komplette erdgeschoss inklusive fundamente abgetragen und mit hochlochziegeln erneuert (aber nicht etwa gemauert, sondern ganz modern verklebt) und deckenbalken eingezogen. danach den s├╝dlichen teil des fachwerks neu gebaut. dann hat man wohl gemerkt, dass der dachstuhl nicht mehr zu retten ist und hat ihn abgetragen. da ist jetzt eine neue zimmerei zu gange, die wohl den neuen dachstuhl bauen soll.

vom urspr├╝nglichen geb├Ąude werden, wenn das alles mal fertig ist, in baustoffmasse gemessen h├Âchstens 5 % im neuen haus drin stecken, eine handvoll eichenbalken.

irre! ich glaub der denkmalschutz hat was gegen dieburg und will sich r├Ąchen. aber wof├╝r?

kreisstadt dieburg

hawwewolle wollemer alles – kreishaus diebs├╝d-, awwer gebbe wollemer nix – kreisumlage etc. se hamms noch net kapiert, dass es seit 43 jahren keinen landkreis dieburg mehr gibt.

eine stimme in der svv: „nat├╝rlich geh├Ârt das kreishaus nach dibborsch!“ – hat wohl den schuss nicht geh├Ârt. und die lokalen revolverbl├Ątter, ├Ąh, qualit├Ątsprintmedien dazu: „alle waren sich einig.“ n├Â. ich halte es nach wie vor f├╝r unfug.

dieburger gew├Ąsser

auf der ideenplattform gab es einen vorschlag stadt am fluss. ok, die gersprenz als fluss zu bezeichnen, auf die idee kann auch nur ein dieburger kommen, aber den vorschlag, die gew├Ąsser im innenstadtbereich f├╝r die bev├Âlkerung zug├Ąnglicher zu machen, finde ich gut. wie sowas aussehen k├Ânnte, kann man bei der uni-mensa in marburg besichtigen. gut, die lahn ist ein fluss, wenn auch ein kleiner. mehr davon

die gersprenz selbst ist vielleicht nur im fechenbachpark gen├╝gend zug├Ąnglich, der herrngraben im bereich der stadthalle bietet sicher bessere m├Âglichkeiten. die stra├če und der uferbereich m├╝ssen sowieso saniert werden, also sollte man die h├Ąsslichen parkpl├Ątze beseitigen und die stra├če zur spielstra├če machen und den bereich um die haltestelle freundlicher gestalten. dabei k├Ânnte der uferbereich verbreitert und mit stufen abgeflacht werden.

im nachbardorf gibts sowas.

am wehr, das den herrngraben speist, m├╝sste in trockenzeiten vielleicht etwas mehr wasser durchgelassen werden.

der erbsenbach geh├Ârt zum programm 100 wilde b├Ąche f├╝r hessen, „Mit dem Programm ÔÇ×100 Wilde B├Ąche f├╝r HessenÔÇť wird diesen Gew├Ąssern wieder ein breites und unber├╝hrtes Ufer und ein nat├╝rliches Bachbett zur├╝ckgeben, wo das Wasser frei laufen kann.“ beim spielplatz in der verl├Ąngerten rheingaustra├če k├Ânnte man noch was machen.

sch├Âne alte eisenbahnbr├╝cke, aber unterhalb davon bis zur m├╝ndung in den glaubersgraben ist der erbsenbach nur noch erbsenkanal.

beim landratsamt, wallgraben und wasserschloss.

crazy mary

Anfrage: Radverkehrssituation Marienstra├če/Kapuzinerplatz

F├╝r Radfahrer*innen, die von der Marienstra├če kommen und in den Kreisel Kapuzinerplatz fahren wollen, stellt sich die Situation widerspr├╝chlich dar.

mehr davon

  1. Unmittelbar vor dem Platz stehen beidseitig Verkehrszeichen 267 (Einfahrt verboten). Um weiter zu kommen, m├╝ssen Radfahrer*innen hier also absteigen und das Rad am Schild vorbei schieben.
  2. Ungef├Ąhr 8 m weiter steht Verkehrszeichen 241, Getrennter Rad- und Gehweg; hier beginnt ein durch ein Fahrradsymbol gekennzeichneter Radweg. Radfahrer*innen d├╝rfen also ab hier wieder fahren bzw. m├╝ssen diesen Weg statt der Fahrbahn benutzen.
  3. Weitere ungef├Ąhr 20 m weiter steht Verkehrszeichen 239, Gehweg, an einer Stelle, an der der Gehweg aufh├Ârt und in den Radweg ├╝bergeht, welcher am dortigen F├╝├čg├Ąnger├╝berweg, Zeichen 350 aus Gegenrichtung, vorbei auf den Fu├čg├Ąnger├╝berweg in der Frankfurter Stra├če f├╝hrt. Radfahrer*innen m├╝ssen hier also wieder absteigen. Da die Stra├če nicht als Einbahnstra├če erkennbar ist, k├Ânnten sie hier also auf die Fahrbahn und in den Kreisel einfahren. So wie es innerhalb einer Minute zwei Autofahrer*innen getan haben, als unten stehende Aufnahmen gemacht wurden. Regelkonform k├Ânnten Radfahrer*innen nur in den Kreisel einfahren, indem sie das Rad ├╝ber den Fu├čg├Ąnger├╝berweg Marienstra├če zum Fu├čg├Ąnger├╝berweg Minnefeld schieben und dort in den Kreisel einfahren oder zum Fu├čg├Ąnger├╝berweg Frankfurter Stra├če schieben, diesen ├╝berqueren und von dort in den Kreisel einfahren.

Was gedenkt die Verwaltung zu tun, um diese f├╝r die „fahrradfreundlichste Stadt Hessens“ absolut unw├╝rdige Situation aufzul├Âsen?

Dieburg, 30.9.2019

Anfrage: Radverkehrssituation Marienstra├če / Einfahrt Kreisel

crazy mary

Ich beziehe mich auf unsere Anfrage 2015_XVII_2393 Anfrage, TOP 12 und zitiere aus der Antwort.

Hier wurde bereits in der 37. KW [2015, Anm S.W.] das Zusatzzeichen 1022-10 StVO (Fahrrad frei) angebracht. Fahrradfahrer k├Ânnen nun also bis zum durch Zeichen 241-30 StVO (getrennter Rad- und Fu├čweg) ausgewiesenen Radweg fahren. Ab Zeichen 241-30 StVO besteht f├╝r Radfahrer die Benutzungspflicht f├╝r den Radweg.

Es ist korrekt, dass der Radweg an der beschrieben Stelle endet. Dies ist durch Zeichen 239 StVO (Gehweg) eindeutig geregelt. Diese Regelung war eine der Vorgaben durch Hessen Mobil, da es ausdr├╝cklich nicht gew├╝nscht ist, dass Verkehr aus der Marienstra├če in den Kreisverkehr einf├Ąhrt.

Daher wurde der Bereich baulich auch so geplant und gestaltet, dass nur eine Fahrbahn im Einbahnstra├čenverkehr zur Verf├╝gung steht.

Dem Radfahrer ist es an dieser Stelle ausdr├╝cklich nicht gestattet die Fahrbahn zu benutzen, sonst m├╝sste an dieser Stelle ebenfalls das Zusatzzeichen 1022-10 StVO unter Zeichen 239 StVO angebracht sein.

Diese letzte Aussage ist sicherlich falsch. Es w├Ąre schon eine bizarre Logik, mit Zusatzzeichen 1022-10 unter Vz 239 die Benutzung der Fahrbahn freigeben zu wollen. Im Gegenteil, die Freigabe der Einfahrt f├╝r Radfahrer gilt bis zum Kreisel. Diese korrekte Interpretation konnte ich heute bei ortsfremden Radfahrer*innen beobachten. Zum Gl├╝ck kam keiner entgegen. Erl├Ąuterungen.

Frage:
Was gedenkt die Verwaltung zu tun, um diese Situation unter Ber├╝cksichtigung der Belange der Fu├čg├Ąnger*innen fahrradfreundlicher zu gestalten?

Mir ist bewusst, dass diese Stelle schon von der Planung her vermurkst ist, was den Radverkehr anbelangt. Es w├Ąre daher zu ├╝berlegen, bei allen Verkehrsplanungen eine/n Radverkehrsexpertin/en hinzuzuziehen, da der „normale“ Verkehrsplaner damit offensichtlich ├╝berfordert ist und der Umdenkprozess bei HessenautoMobil hin zur Radverkehrsf├Ârderung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, wie man auch an der zitierten Antwort von HessenautoMobil sehen kann.

dieburg – stadt im gr├╝nen

innerst├Ądtisches gr├╝n: eher fehlanzeige. b├Ąume machen ja nur dreck und nehmen parkpl├Ątze weg (angeblicher „├Âffentlicher parkraum“, das muss man sich mal vorstellen!). so die meinung eines gr├Â├čeren teils der bev├Âlkerung inklusive stadtverordnetenversammlung. die verwaltung scheint da in den letzten jahren schon etwas weiter zu sein. mehr davon

 

 

 

 

 

├╝berhaupt frage ich mich, warum alle stra├čenerneuerungen der letzten jahrzehnte in dieburg so daneben gehen mussten. keine ahnung, warum.

ein lichtblick

dieburger dreieck

das vorl├Ąufige ende

diebdreck

ist mit dem beschlossenen bebauungsplan erstmal erreicht. nun werden wohl die bagger anrollen, damit bis zum 1. m├Ąrz alles plattgemacht ist.

laut bi-zeitung (2020: die bi gibts schon l├Ąnger nicht mehr) besitzt die stadt dieburg 72.000 qm, 86.000 qm sind in privatbesitz. wenn nun laut darmecho „die Stadt fast drei Millionen Euro erl├Âst“, dann „erl├Âsen“ die privaten grundst├╝cksbesitzer ungef├Ąhr 3,5 millionen oios, also 40 oios/qm.
f├╝r ackerland!
oder ist da ein denkfehler drin?
vielleicht bekommen einige gemeinn├╝tzige einrichtungen in dieburg und umgebung ja auch demn├Ąchst eine gro├čz├╝gige spende.

jetzt wo die b├Ąume fallen, k├Ânnte man mal r├╝ckblick halten und fragen, warum das alles so schei├če gelaufen ist. wo anfangen?

vergleicht man den fnp-entwurf 2007 mit dem von 2012, was im wesentlichen das ist, was jetzt beschlossen wurde, dann f├Ąllt auf, dass nicht etwa das geplante gewerbegebiet westlich der dreieichbahn komplett zugunsten des dieburger dreiecks aufgegeben wurde, sondern nur etwa ein drittel, n├Ąmlich die allmendsl├Ąnder. dennoch halte ich den von herrn Wichert in der info-veranstaltung am 21.1.14 an die wand geworfenen katastrophismus, wonach bald ganz dieburg von gewerbegebieten umzingelt sein k├Ânnte, f├╝r irref├╝hrend. sowas steht in absehbarer zeit nicht zur debatte und moralische begriffe wie „gier“ f├╝hren auch nicht wirklich weiter.

arbeitspl├Ątze. ich halte das argument der zus├Ątzlichen arbeitspl├Ątze in dieburg f├╝r einen frommen wunsch, lasse mich aber von der realit├Ąt gerne eines besseren belehren, sofern es per saldo wirklich zus├Ątzliche und nicht nur importierte arbeitspl├Ątze sind.
andererseits klingt f├╝r mich das argument, die neuen arbeitspl├Ątze seien haupts├Ąchlich im niedriglohnsektor und deshalb k├Ânnten sich diese arbeitsplatzinhaber ein leben in dieburg gar nicht leisten, sehr nach „wir wollen unter uns bleiben und kein proletariat hier“.

versiegelte fl├Ąchen. entsprechend dieser planzeichnung kommen zu den 89.000 qm hallenfl├Ąche noch ganz grob gesch├Ątzt 24.000 qm bebaute, betonierte oder asfaltierte aufstell- und verkehrsfl├Ąche hinzu. in summe 113.000 qm versiegelte fl├Ąche, f├╝r die nirgendwo was entsiegelt wird.

und so siehts jetzt aus

diebdreck

das ende, anfang 2015

diebdreck

 

 

warum ich (mittlerweile) dagegen bin

warum ich mittlerweile dagegen bin

vorliegend geht es um die ├Ąnderung des fnp, drei zitate aus der begr├╝ndung:

  • Anlass der vorliegenden Bauleitplanung ist die Anfrage eines Investors, die im ├änderungsbereich des Fl├Ąchennutzungsplanes gelegenen Fl├Ąchen f├╝r die Ansiedlung eines Logistikunternehmens zu nutzen.
  • Vor dem Hintergrund, dass innerhalb des Stadtgebietes Dieburg keine Fl├Ąchen mit vergleichbarer Lagegunst f├╝r verkehrsintensive gewerbliche Nutzungen zur Verf├╝gung stehen, die kurzfristig f├╝r eine derartige Nutzung bereitgestellt werden k├Ânnen, soll der Fl├Ąchennutzungsplan f├╝r diesen ÔÇŽ
  • Der Regionalplan* weist die Fl├Ąchen im ├änderungsbereich als ÔÇ×Vorbehaltsgebiet f├╝r besondere KlimafunktionenÔÇť und ÔÇ×Vorbehaltsgebiet f├╝r die LandwirtschaftÔÇŁ aus. F├╝r kleinere Teilfl├Ąchen im Osten erfolgt dar├╝ber hinaus noch die Ausweisung ÔÇ×Vorranggebiet Regionaler Gr├╝nzugÔÇť.
  • im zuge dieser ├Ąnderung soll die 11 ha fl├Ąche „Auf die Allmendsl├Ąnder“ im gegenzug aus dem fnp als gewerbefl├Ąche herausgenommen und wieder zur landwirtschaftlichen nutzfl├Ąche werden. da das dieburger dreieck ca. 16 ha hat, werden hierdurch also 5 ha zus├Ątzliche gewerbefl├Ąche ausgewiesen.

als die sache vor vier jahren anfing, schon damals ging es um reifenlogistik, habe ich zugestimmt, weil mir die idee stimmig erschien, unter der pr├Ąmisse, das gebiet „Auf die Allmendsl├Ąnder“ gegen das neu auszuweisende dieburger dreieck zu tauschen und auf letzterem ein logistikunternehmen anzusiedeln, zus├Ątzliche steuereinnahmen f├╝r die stadt zu generieren. zur erinnerung: es ging in den ganzen vier jahren immer nur um einen logistikbetrieb; auch bei zwischenzeitlich anderen interessenten ging es immer um die nutzung der gesamtfl├Ąche f├╝r logistik/warenversand

als das vorhaben mit der firma fiege erstmals konkreter und damit f├╝r die ├Âffentlichkeit richtig wahrnehmbar wurde, regte sich widerstand in der bev├Âlkerung dieser widerstand mag mehr oder weniger durch partikularinteressen begr├╝ndet sein, was aber nicht ungew├Âhnlich und auch nicht illegitim ist.

jedenfalls hat mich dieser widerstand dazu gebracht, meine eigene haltung zu dem vorhaben zu ├╝berdenken und dabei bin ich zu folgenden einsch├Ątzungen gekommen:

  • ein solches logistikzentrum ist in dieburg wenig zukunftsf├Ąhig
  • auch wenn es unterschiedliche meinungen dazu gibt, wann der zeitpunkt des peak oil sein wird ist f├╝r mich klar, dass es nicht ewig so weitergehen kann mit dem verbrauch fossiler energietr├Ąger, insbesondere von erd├Âl, was dann auch auswirkungen auf den immer st├Ąrker ausgedehnten transportsektor haben wird (s.o. zitat „verkehrsintensiv“)
  • auch im hinblick auf den klimawandel und die energiewende finde ich die f├Ârderung des immensen verkehrsaufkommens durch das ausufernde hin- und hertransportieren von waren nicht akzeptabel (s.o. zitat „Vorbehaltsgebiet f├╝r besondere Klimafunktionen“)
  • vor diesem hintergrund k├Ânnten wir uns die sache mit dem klimaschutzkonzept dann auch sparen und das stadtleitbildprojekt namens „Klimaschutz und Energieeffizienz mittels einer Energieleitplanung f├╝r Dieburg umsetzen“ den hasen geben

und au├čerdem bin ich der meinung, dass unter landschafts├Ąsthetischen gesichtspunkten weiterhin die bahnlinie die ├Âstliche grenze des gewerbegebietes bilden sollte (s.o. zitat „Vorranggebiet Regionaler Gr├╝nzug“)

bevor jemand auf die idee kommt, ich wolle das gewerbegebiet „Auf die Allmendsl├Ąnder“ behalten: nat├╝rlich will ich das nicht! ich werde also gegen die ├Ąnderung des fnp stimmen und w├╝nsche mir die herausnahme der Allmendsl├Ąnder aus dem fnp als gewerbegebiet und die konzentration auf die entwicklung des gewerbe- und mischgebiets dieburg s├╝d.

unabh├Ąngig davon sind f├╝r mich ungekl├Ąrte fragen speziell zu fiege:

  • wozu dreischichtbetrieb? nachtarbeit sollte es nur da geben, wo sie unbedingt n├Âtig ist. reifenversand geh├Ârt nicht dazu.
  • warum kein bahnanschluss zum antransport der reifen aus breuberg? der anschluss in breuberg w├Ąre mit ca. 2 mio oios wieder herzustellen

der standort dieburg ist f├╝r fiege ausschliesslich wegen der reifenlogistik interessant; die aussage „wir verdienen kein geld mit den lkw-fahrten“ ist augenwischerei.

zum totschlagargument „arbeitspl├Ątze“: wieviele arbeitspl├Ątze sind realistisch? gibt es einigerma├čen zuverl├Ąssige sch├Ątzungen, was im besten und was im schlimmsten fall f├╝r dieburg rausspringt? insbesondere die h├Âhe der zu erwartenden (gewerbe)steuereinnahmen halte ich f├╝r nach wie vor ungekl├Ąrt. planzahlen zu umsatz/gewinn/lohnsummen?

schlossgarten

der abschluss (hoffentlich)

weiter unten auf dieser seite habe ich im jahr 2000 anl├Ąsslich der auseinandersetzungen um den trapezteich geschrieben:

im jahre 1994 fasste die dieburger stadtverordnetenversammlung mit den stimmen aller fraktionen, d.h. auch der gr├╝nen, den beschluss, den dieburger schlossgarten nach alten zeichnungen und in der art des
Schwetzinger parks wiederherzustellen.

nicht zuletzt auf das betreiben dreier OV-mitglieder haben die gr├╝nen im Juni 1995 eine begehung des schlossgartens gemacht und sind zu dem schluss gekommen, dass die vorgesehene sanierung so nicht sinnvoll ist, sondern dass der schlossgarten in seiner gewachsenen form erhalten und gepflegt werden sollte und dass vorrangig der festplatz gestaltet werden sollte.

mal ehrlich, sieht der nicht mit hauptallee und trapezteich beschissen genug aus? muss da unbedingt noch altes zeugs von sechzehnhundertirgendwas neu gebaut werden? die cdu und ihr b├╝rgermeister Christ haben das 1997 und 2000 durchgedr├╝ckt; sie wollten explizit keinen b├╝rgerpark (Lenz).

das muss man sich mal vorstellen! da wird eine sieben meter breite allee neu angelegt und dergleichen soll weiter s├╝dlich nochmal passieren. wo der schlossgarten sich eher kleinteilig mit normalen wegen entwickelt hat. wer will denn so ein disneyland?

ich w├╝rde sogar noch weiter gehen und aus der hauptallee was vern├╝nftiges machen. jeden zweiten baum f├Ąllen, so dass die verbleibenden linden sich entwickeln k├Ânnten. in der anfangszeit w├Ąre daf├╝r mehr pflegeaufwand n├Âtig, aber sp├Ąter nicht mehr, im vergleich zu dem kastenschnitt. und es s├Ąhe viel besser aus.

meine rede

zur abstimmung steht der beschlussvorschlag der verwaltung, wonach die erneuerte br├╝cke ├╝ber den herrngraben am jetzigen standort errichtet werden soll.

ich zitiere aus der vorlage: „Es best├╝nde auch die M├Âglichkeit die neue Br├╝cke an dem bisherigen Standort zu belassen bis zu dem Zeitpunkt an dem bei einem weiteren Bauabschnitt der Schlossgartenumgestaltung eine Umplanung in diesem Bereich vorgesehen wird.“

der erste teil des zitats gibt unseren standpunkt wieder: die erneuerte br├╝cke am bisherigen standort belassen. dar├╝ber hinaus wird es aber keinen weiteren bauabschnitt der schlossgartenumgestaltung mehr geben. mit der meiner bescheidenen meinung nach ├Ąsthetisch nicht gelungenen umgestaltung des trapezteiches und der sogenannten hauptallee ist genug geld f├╝r schlossgarten 1700 ausgegeben worden. wir sollten es dabei belassen.

was spricht konkret gegen die von Jordan vorgeschlagene br├╝cke?

  • f├╝r die verschwenkung m├╝sste ein kleiner teil der sportfl├Ąche geopfert werden, was angesichts von weggefallenen sportfl├Ąchen auf der leer inakzeptabel ist.
  • die br├╝cke h├Ątte im schlossgarten keinen zuweg, da sie einfach so auf den weg entlang des herrngrabens sto├čen w├╝rde; den im bunten plan dargestellten schmuckbeetbereich mit mittelallee gibt es als solchen gar nicht.
  • im ├╝brigen war Jordan selbst die idee einer sieben meter breiten br├╝cke offensichtlich unheimlich, so dass er sich mehr oder weniger deutlich davon distanziert hat.

im hinblick auf die haushaltslage der stadt und die mehrkosten der Jordanbr├╝cke lehnen wir diesen vorschlag daher ab und stimmen der vorlage der verwaltung zu, d.h. erneuerung der br├╝cke in der bisherigen lage und breite.

der deutlichkeit halber beantragen wir folgende ├Ąnderung des beschlusstextes:

Die erneuerte Br├╝cke wird in Verl├Ąngerung der n├Ârdlichen Verschr├Ąnkungsallee in Lage und Breite der jetzigen Br├╝cke errichtet.

kooperation mit der cdu

warum ich zugestimmt habe

  • die nordwestpassage steht nicht in der kooperationsvereinbarung, weder positiv noch negativ, was bedeutet, dass sich da nix r├╝hrt.
    und falls doch, ist es mit der kooperation vorbei.
  • man will sich f├╝r die verbesserung des schienenpersonennahverkehrs einsetzen.
  • die nutzung erneuerbarer energien soll ausgebaut werden (wie w├Ąrs mit fotovoltaik auf dem kirchendach?).
  • zur vermeidung von hinterzimmerpolitik sollen die aktivit├Ąten des stadtleitbildes st├Ąrker an die stadtverordnetenversammlung angebunden werden.
  • alle innerst├Ądtischen kreisverkehrspl├Ątze sollen mit zebrastreifen ausgestattet werden.
  • stichstra├če Campus: falls die planungsbeh├Ârde diese ablehnt, bleibt es dabei. falls nicht, wird sie gebaut ­čÖü
  • gr├╝nkonzept f├╝r Dieburg.
  • entscheidungen ├╝ber abweichungen von bebauungspl├Ąnen etc werden in einem eigenen ausschuss behandelt.

ehrenplakette

um missverst├Ąndnisse zu vermeiden, hier der wortlaut meiner rede:

ich kenne herrn Eckstein weiter nicht, daher bin ich als seit ├╝ber 13 jahren angelernter dieburger relativ unbefangen.

entsprechend dem vorliegenden antrag soll herrn Eckstein f├╝r seine verdienste „die Anerkennung der Stadt Dieburg“ ausgesprochen und die Ehrenplakette verliehen werden.

da wir aus guten gr├╝nden die trennung von staat und kirche haben, kann es hier also nur um die verdienste von herrn Eckstein f├╝r die stadt Dieburg gehen und diese ehrung nur dadurch begr├╝ndet werden, was er f├╝r die stadt getan hat. die stadtverordnetenversammlung hat nicht zu bewerten, was er kirchenintern geleistet hat.

dem steht nicht entgegen, dass neben dem engagement im sozialen bereich auch die renovierungen von kirchen und auch kirchenfenstern und orgeln zu den verdiensten um die stadt geh├Âren, da diese ein untrennbarer teil der geschichte der stadt sind.

eindeutig zu weit gehen jedoch die abs├Ątze ├╝ber die wallfahrt und die prozessionen. dies sind innerkirchliche angelegenheiten, die ich aus der stadtverordnetenversammlung herausgehalten wissen m├Âchte, und zwar nicht zuletzt, um nicht gefahr zu laufen, jemandem ├Âffentlich in seinen oder ihren religi├Âsen gef├╝hlen zu nahe treten zu m├╝ssen.

der absatz ├╝ber herrn Ecksteins priestert├Ątigkeit hat in dem antrag ebenso nichts verloren. auch hier handelt es sich um eine innerkirchliche angelegenheit. ebenso ist es eine innerkirchliche angelegenheit, was herr Eckstein in sonntagspredigten zu wahlen sagt; das haben wir hier nicht zu bewerten.

dieser einwand gilt ├╝brigens in beide richtungen: ich bin als stadtverordneter nicht bereit, w├╝rdigungen mitzutragen, die innerkirchliche angelegenheiten betreffen. umgekehrt, wenn ich Eckstein w├Ąre, empf├Ąnde ich es als zumutung, wenn ein au├čenstehender, jeder kirche kritisch gegen├╝berstehender, meine innerkirchlichen verdienste w├╝rdigen w├╝rde.

die ├╝bergabe des altenheims an die Rochusstiftung hat sich bisher und in der r├╝ckschau als die bessere l├Âsung dargestellt, dennoch erscheint es mir historisch etwas schief, diese ├╝bergabe als durch das interesse der stadt gesteuerte zu sehen und herrn Eckstein als retter in der not darzustellen. in diesem zusammenhang sind mir solche bewertungen wie „in deren guter obhut“ und „liebevolle, pers├Ânliche Art“ im dritt- und vorletzten absatz zu pers├Ânlich. m├Âglicherweise gibt es dazu auch gegenteilige ansichten. der drittletzte absatz sollte also etwas neutraler formuliert werden.

linden, die dritte – oder: altstadt (die stra├če)

… und schon wieder sollen alte Linden gef├Ąllt werden!

wenn es nach dem willen der koalition (CDU+FDP) und der SPD geht, sollen im zuge der erneuerung der stra├če „Altstadt“ alle 15 dort stehenden alten Linden gef├Ąllt und durch neupflanzungen ersetzt werden. argument: der kahlschlag k├Ąme billiger, oder etwas vornehmer, mit einem bullshit-bingo-f├Ąhigen begriff formuliert: „Um ein Gesamtkonzept realisieren zu k├Ânnen, sollten alle alten Linden auf der Nordseite der Stra├če entfernt werden“.

das vorliegende baumgutachten besagt, dass von den elf Linden vor der Gnadenkapelle eine und von den vier Linden vor dem ehemaligen schulamt drei akut umsturzgef├Ąhrdet sind, aber die anderen b├Ąume mit normalen pflegema├čnahmen und pfleglichem umgang w├Ąhrend der umbauarbeiten erhalten werden k├Ânnen.

Gr├╝ne fordern Erhalt der Linden vor der Gnadenkapelle

Nachdem auf Intervention der Gr├╝nen die Denkmalschutzbeh├Ârden die Beseitigung der Friedhofsmauer an der Wallfahrtskirche im Zuge der grundhaften Erneuerung der Stra├če „Altstadt“ untersagte, kommt f├╝r diese nur noch die bereits vor Jahren grunds├Ątzlich beschlossene Variante 1 in Betracht, die nunmehr zwei Radwege vorsieht.

Seinerzeit stand au├čer Zweifel, dass die an der Mauer wachsenden B├Ąume bei den Umbauma├čnahmen nicht beseitigt werden m├╝ssen. In der Zwischenzeit wurde ein Baumgutachten eingeholt, das in diesem Bereich die Sch├Ądigung lediglich einer der zehn Linden attestierte. Angesichts dieser Situation ist f├╝r die
Gr├╝nen unerkl├Ąrlich, weshalb wegen der Krankheit nur eines Baumes weitere neun nicht gesch├Ądigte Linden im Zuge der Sanierungsma├čnahme gef├Ąllt werden sollen.

Die Gr├╝nen sind selbstverst├Ąndlich f├╝r den Erhalt der sehr alten B├Ąume vor der Wallfahrtskirche. Denn die vorhandenen Linden pr├Ągen das historische Stadtbild an einem der Wahrzeichen Dieburgs ma├čgeblich mit. Daher tritt sogar der ├Âkologische Aspekt des Erhalts der Baumveteranen in den Hintergrund. Die
B├╝rger k├Ânnen sich gerade jetzt im Mai ein Bild vor Ort machen, wie vital die Linden sind.

Eine Einzelnachpflanzung des einen gesch├Ądigten Baumes und eines weiteren, welcher in fr├╝herer Zeit entfernt worden ist, ist unter Ber├╝cksichtigung des Gesamtbildes vor der Gnadenkapelle nicht nur vertretbar, sondern eindeutig besser, Denn nennenswerte Erhaltungskosten bei den Ausbauarbeiten d├╝rften nicht entstehen, weil der Erhalt von gesunden B├Ąumen grunds├Ątzlich bei der Ausschreibung von Sanierungsma├čnahmen zu ber├╝cksichtigen ist. Kosten f├╝r den dabei ├╝blichen Schutzzaun fallen kaum ins Gewicht. Demgegen├╝ber stellt sich die Beseitigung der alten B├Ąume wegen der historischen Mauer als ├Ąu├čert kompliziert und teuer dar. Denn hierzu m├╝ssen umfangreiche Wurzeln ausgegraben, die Mauer gesch├╝tzt und ggf. Leitungstrassen verlegt werden.

Im Verh├Ąltnis zum Erhalt stellen sich die mit einer Beseitigung der B├Ąume verbundenen Kosten als v├Âllig
unverh├Ąltnism├Ą├čig dar. Etwaigen Problemen der k├╝nftigen Radwegtrasse mit dem Wurzelbereich der alten B├Ąume kann mit einer Niveauerh├Âhung des Fu├čg├Ąnger- und Radwegs begegnet werden. Dies h├Ątte den Vorteil eines gut abgegrenzten Fahrradwegs, was der Erh├Âhung der Verkehrssicherheit der nicht motorisierten
Verkehrsteilnehmer dient. Zu fordern ist ohnehin ein beidseitiges absolutes Halteverbot sowie ein asphaltierter Radweg mit Schutzstreifen (Streichtechnik), dessen Herstellung billiger ist und der durch Radfahrer deutlich besser angenommen wird als Verbundpflasterwege.

Umweltausschuss 1.6.2006

unser obiger presseerkl├Ąrung entsprechender antrag, d.h. erhalt der Linden soweit m├Âglich und nachpflanzung nicht mehr zu rettender b├Ąume, wurde mit den stimmen von CDU, SPD und FDP abgelehnt; daf├╝r stimmte au├čer uns nur die UWD.
also: mit den stimmen von CDU, SPD und FDP f├Ąllung der Linden in der „Altstadt“.

und dann war da noch der antrag der SPD, als ersatz f├╝r die wegfallenden parkpl├Ątze (wozu brauchen wir vor dem knast ├╝berhaupt welche?), „durch Beseitigung der Rabatten, in der verkehrsberuhigten Stra├če ‚H├Ąfnerweg‘ entlang der JVA-Mauer, zus├Ątzliche Parkpl├Ątze“ zu schaffen.