crazy mary

Anfrage: Radverkehrssituation Marienstraße/Kapuzinerplatz

Für Radfahrer*innen, die von der Marienstraße kommen und in den Kreisel Kapuzinerplatz fahren wollen, stellt sich die Situation widersprüchlich dar.

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  1. Unmittelbar vor dem Platz stehen beidseitig Verkehrszeichen 267 (Einfahrt verboten). Um weiter zu kommen, müssen Radfahrer*innen hier also absteigen und das Rad am Schild vorbei schieben.
  2. Ungefähr 8 m weiter steht Verkehrszeichen 241, Getrennter Rad- und Gehweg; hier beginnt ein durch ein Fahrradsymbol gekennzeichneter Radweg. Radfahrer*innen dürfen also ab hier wieder fahren bzw. müssen diesen Weg statt der Fahrbahn benutzen.
  3. Weitere ungefähr 20 m weiter steht Verkehrszeichen 239, Gehweg, an einer Stelle, an der der Gehweg aufhört und in den Radweg übergeht, welcher am dortigen Füßgängerüberweg, Zeichen 350 aus Gegenrichtung, vorbei auf den Fußgängerüberweg in der Frankfurter Straße führt. Radfahrer*innen müssen hier also wieder absteigen. Da die Straße nicht als Einbahnstraße erkennbar ist, könnten sie hier also auf die Fahrbahn und in den Kreisel einfahren. So wie es innerhalb einer Minute zwei Autofahrer*innen getan haben, als unten stehende Aufnahmen gemacht wurden. Regelkonform könnten Radfahrer*innen nur in den Kreisel einfahren, indem sie das Rad über den Fußgängerüberweg Marienstraße zum Fußgängerüberweg Minnefeld schieben und dort in den Kreisel einfahren oder zum Fußgängerüberweg Frankfurter Straße schieben, diesen überqueren und von dort in den Kreisel einfahren.

Was gedenkt die Verwaltung zu tun, um diese für die „fahrradfreundlichste Stadt Hessens“ absolut unwürdige Situation aufzulösen?

Dieburg, 30.9.2019

Anfrage: Radverkehrssituation Marienstraße / Einfahrt Kreisel

crazy mary

Ich beziehe mich auf unsere Anfrage 2015_XVII_2393 Anfrage, TOP 12 und zitiere aus der Antwort.

Hier wurde bereits in der 37. KW [2015, Anm S.W.] das Zusatzzeichen 1022-10 StVO (Fahrrad frei) angebracht. Fahrradfahrer können nun also bis zum durch Zeichen 241-30 StVO (getrennter Rad- und Fußweg) ausgewiesenen Radweg fahren. Ab Zeichen 241-30 StVO besteht für Radfahrer die Benutzungspflicht für den Radweg.

Es ist korrekt, dass der Radweg an der beschrieben Stelle endet. Dies ist durch Zeichen 239 StVO (Gehweg) eindeutig geregelt. Diese Regelung war eine der Vorgaben durch Hessen Mobil, da es ausdrücklich nicht gewünscht ist, dass Verkehr aus der Marienstraße in den Kreisverkehr einfährt.

Daher wurde der Bereich baulich auch so geplant und gestaltet, dass nur eine Fahrbahn im Einbahnstraßenverkehr zur Verfügung steht.

Dem Radfahrer ist es an dieser Stelle ausdrücklich nicht gestattet die Fahrbahn zu benutzen, sonst müsste an dieser Stelle ebenfalls das Zusatzzeichen 1022-10 StVO unter Zeichen 239 StVO angebracht sein.

Diese letzte Aussage ist sicherlich falsch. Es wäre schon eine bizarre Logik, mit Zusatzzeichen 1022-10 unter Vz 239 die Benutzung der Fahrbahn freigeben zu wollen. Im Gegenteil, die Freigabe der Einfahrt für Radfahrer gilt bis zum Kreisel. Diese korrekte Interpretation konnte ich heute bei ortsfremden Radfahrer*innen beobachten. Zum Glück kam keiner entgegen. Erläuterungen.

Frage:
Was gedenkt die Verwaltung zu tun, um diese Situation unter Berücksichtigung der Belange der Fußgänger*innen fahrradfreundlicher zu gestalten?

Mir ist bewusst, dass diese Stelle schon von der Planung her vermurkst ist, was den Radverkehr anbelangt. Es wäre daher zu überlegen, bei allen Verkehrsplanungen eine/n Radverkehrsexpertin/en hinzuzuziehen, da der „normale“ Verkehrsplaner damit offensichtlich überfordert ist und der Umdenkprozess bei HessenautoMobil hin zur Radverkehrsförderung sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, wie man auch an der zitierten Anforderung von HessenautoMobil sehen kann.